Offenstall-Haltungsgemeinschaft
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= Arbeitsteilung, denn wir sind eine kleine, private Haltungsgemeinschaft.

Wir haben uns derart eingeteilt, dass für jeden tragbar ist, was man allein nie schaffen würde. Denn wir alle haben auch noch ein Leben neben dem Pferd mit Job, Haushalt, Familie, Freunden, anderen Hobbies usw. Aber wir machen ALLES selbst!

Wir können uns aufeinander verlassen, teilen die anfallenden Arbeiten so auf, dass man auch ohne schlechtes Gewissen mal in den Urlaub fahren kann, niemand muss täglich beim Pferd sein - natürlich darf das aber Jeder!  :-)

Anders ist eine Selbstversorgung für einen vollzeit-arbeitenden Menschen ja gar nicht möglich - und man muss Kompromisse bei der Pferdeunterbringung in Kauf nehmen, die wir nicht wollen. Unser Kompromiss ist, dass wir auf die Reithalle verzichten. Und dass wir selbst Hand anlegen!  

Aber dafür ist auch alles so, wie wir es haben wollen. Ich sage nur ein paar Schlagworte: Heuqualität, Heumenge,  Grasmenge, Winterweide, Matschpaddock, Stallhygiene, usw.

Das Misten ist kein richtiges Misten, denn wir haben keine eingestreute Boxen. Wir äppeln täglich den Stall und den Paddock komplett ab, im Winter 2 x täglich. Das morgendliche Abäppeln haben wir auch organisiert. Den Rest macht der jeweilige Abenddienst.

Die Abenddienste werden gerecht eingeteilt. Der Abenddienst versorgt und kontrolliert die gesamte Herde. Er macht also den Stall sauber (fegen), füllt die Raufen mit ausreichend Heu und bereitet das Heu für morgens vor, füttert die gesamte Herde mit Kraftfutter/ Mineral, äppelt noch einmal den ganzen Offenstallbereich ab (meist 1 - 2 Karren, je nach Jahreszeit auch weniger), kontrolliert die Wasserversorgung an den Selbsttränken, kratzt allen Pferden die Hufe aus und kontrolliert sie alle auf Verletzungen/ Krankheitszeichen und trägt sich ins Stallbuch ein, damit Jeder Pferdebesitzer immer auf dem Laufenden ist! Bei 6 Pferden sind das durchschnittlich 5 Tage/ Monat Abenddienst. Am Wochenende fällt natürlich auch mal ein Morgendienst an - Heuraufen auffüllen, Weide auf oder Gemüse/ Frühstück füttern...   

Einmal wöchentlich machen wir die Raufen sauber - somit ist Jeder alle sechs Wochen damit dran! Und das ist nicht mehr schlimm für den Einzelnen.

 Und saisonal fallen natürlich auch mal "Arbeitseinsätze" an, wie Weidezaun freischneiden, usw.

Außerdem sind wir natürlich voller Motivation, uns in Aufbauarbeit tolle Bereiche in der Anlage zu erstellen, so träumt manch Eine(r) von einem kleinen Trailplatz mit Brücke, Tor, Podest usw., von einem gepflasterten Waschplatz im Hof, verwirklicht haben wir uns dieses Jahr die neue Allwetter-Tretschicht auf dem alten Reitplatz und die Sarnierung der Kabellage für die Beleuchtung, die wirklich klase geworden ist. Die dunkle Jahreszeit schockt uns nicht mehr!

Und wir gestalten im Barhuf-Paddock noch die eine oder andere Bodenzone zusätzlich. Aktuell verwirklicht haben wir uns die harte Zone am Stall und Fressplatz, die Sand-Wälzzone und zwei verschiedene weichere Bereiche mit unterschiedlichen Sand-Arten, die die Hufsohle unterschiedlich beanspruchen und trainieren! Aber unsere Kreativität ist noch lange nicht erschöpft - im Frühling geht es da weiter! 

Wir haben also keinen verantwortlichen Stallbetreiber, wir sind alle selbst verantwortlich und müssen und 150%ig aufeinander verlassen können. Dafür ist eine gute, aussagefähige, ehrliche und kontinuierliche Kommunikation (meist per E-Mail, aber natürlich auch per Telefon und im Stallbuch) wichtig!

Wenn etwas gemacht werden muss, dann kann es eben nicht warten, sei es die Koppel für die Weidesaison fertig zu machen, Reparaturen im Stall, die Hygiene, das Füttern und das Kontrollieren der Pferde und des Zaunes. Da ist große Sorgfalt Pflicht! Die eigenen beruflichen und/oder privaten Probleme gilt es, zuhause oder im Auto zu lassen! Sonst wird schnell etwas übersehen, was dann schlußendlich fatale Folgen haben kann.

Und wir machen diese Selbstversorgung aus dem Gedanken heraus, dass wir eben mit ruhigem Gewissen unsere Pferde wirklich gut aufgehoben wissen wollen. Bei gutem, funktionierendem Zaun, wirklicher Stallhygiene, genug wirklich gutes Heu, usw.

Über die erledigten Arbeiten (Dienste) wird "Buch geführt", die Anzahl sollte immer gerecht aufgeteilt werden, denn wer etwas immer vor sich her schiebt, fällt natürlich in Ungnade und ist nicht tragbar für die Gruppe, denn alle bezahlen das gleiche, alle sollen auch die gleichen Arbeitsanteile tragen - sonst wird es ungerecht! Ist ja eigentlich logisch, aber leider klappt das nicht überall. Bei uns schon!

Die Saison hat verschiedene Phasen: So muss z.B. im Winter bei Dunkelheit und evtl. Dauerregen trotzdem der Paddock gewissenhaft abgeäppelt werden. Und da ist es einfach mehr Arbeit als im Sommer! Im Frühling müssen wir die Koppeln für die Weidesaison vorbereiten, d.h. freischneiden, Zaun ausbessern, auf Giftpflanzen untersuchen, evtl. einsähen (siedeln gerade spezielle alte und fruktanarme Grassorten an) und nach Bodenprobe düngen.

Wenn das fertig ist, hat man im Sommer wohl die wenigste Arbeit... :-) Aber da hat man natürlich auch viel zu tun mit Ausreiten usw.

Da wir eine wirklich stabile Herde anstreben, sollte sich der/die Interessent/in sehr genau überlegen, ob so eine Art der Selbstversorgung zeitlich und körperlich möglich ist, denn es macht zwar sehr viel Freude und ein unglaublich gutes Gefühl, seinem Pferd gegenüber, aber auch bei guter Aufteilung ist es einfach auch Arbeit! In einer guten und harmonischen Gruppe macht es auch extrem viel Spaß (man grillt ja auch mal zwischendurch, ißt Eis, unternimmt andere schöne Dinge) und man schafft sich den idealen Stall!

Die Aufbauarbeit wird immer weniger, je mehr man fertig gestellt hat. Ist ja klar. Wir haben super viel geschafft in diesem ersten Jahr! Und das feiern wir auch gebührend an unserer Stall-Jubi-Feier mit allen Helfern!

 

 

 

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