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Barhuf

Dieser Stall wird extra so gestaltet, dass man den Pferden die Gelegenheit geben kann, erfolgreich eine Barhufumstellung zu vollziehen, oder eben den Barhuf in seiner Stärke und Leistungsfähigkeit zu unterstützen.

Nicht barhuf Laufen tut weh, sondern das Laufen auf kranken Hufen tut weh!

Der große Anteil der Pferde kann leider barhuf nur schlecht laufen, und wenn man dann genauer hinschaut, bemerkt man Wandverbiegungen, Risse, Spalten, gezerrte oder getrennte Lamellenschichten, chronische Rehehufe, abgesenkte Hufbeine, Strahlfäule oder Strahlpilz, zu lange Zehen, zu lange, untergeschobene Trachten u.v.m., die dem Pferd Schmerzen bereiten.

Oft wird viel zuviel und falsch bearbeitet, das Pferd muss fühlig laufen. Es "braucht Eisen", wird dann immer schnell gesagt.

Wir haben ein Pferd, zu welchem 2 Tierärzte und mehrere Schmiede gesagt haben, es wird NIE ohne Eisen laufen können, und dass schon, bevor es überhaupt eingeritten worden war! Es hatte schlechte Hornqualität, dünne Wände, kaum Hornwachstum, extrem dünne Sohle (mit Finger eindrückbar), platte Sohle, verkümmerter Strahl usw. Er konnte gar nicht laufen, angeblich Belastungsrehe. Das Pferd wurde nach 3 Intervallen mit Vollbeschlag und einmal Klebeschuhen auf  barhuf nach dem Beispiel von Natural Hoof Care  umgestellt. Geritten und Spazieren gegangen wurde nur mit Hufschuhen, bearbeitet wurde nach der Naturhufmethode.

Und was soll man sagen. Anfangs stand das Pferd selbstständig am liebsten auf Gummimatten und Naturboden/ Sand, die Hufe wuchsen unglaublich schnell, die ganze Hufform änderte sich, plötzlich kam eine Sohlenwölbung, als würde sich die Sohle in den Hornschuh saugen, die Wände wurden dick, schwer zu raspeln mittlerweile, der Strahlpilz wurde bekämpft, die Sohle läßt sich mit der Hufuntersuchungszange nun nicht mehr eindrücken (mit den Fingern schon lange nicht mehr), und die Wände wachsen nahezu gerade herunter, die weiße Linie ist nicht mehr getrennt...Auch als hoffnungslose Fälle betitelte Pferde haben eine echte Chance verdient.

Das Pferd ist über die Evolutionsspanne hindurch zu dem entwickelt, was es heute ist.Mit dem Huf ohne Eisen,ohne Nagellöcher, natürlich kurz gerieben durch 30 - 40 km Wegstrecke am Tag, verschiedenste Böden, harte böden, weiche Böden, Flucht vor Jägern über egal welchen Boden...  Warum nur meint der Mensch, durch die paar Jahre in Boxenhaltung wäre die Ganze Evolution hinfällig? Eigentlich ist fast nie zuviel Abrieb das Problem, sondern eher zuwenig Abrieb, zu weicher Boden, mangelnde Durchblutung und dadurch dann hervorgerufene schlechte Hornqualität. Der Huf versucht alles, um sich an seinen Lebensraum anzupassen. Wenn wir plötzlich von heute auf morgen die Schuhe ausziehen und barfuß durch die Innenstadt laufen, tun uns auch erst mal die Füße weh - dann bildet unser Fuß ziemlich schnell eine dicke Hornhaut an der Sohle, und wir gehen irgendwann auch auf jedem Boden schmerzfrei! Ist doch logisch, dass man nicht sein Pferd 23 Stunden in einer ammoniakhaltigen weichen Box stehen lassen kann, zwischendruch vielleicht mal auf den weichen Paddock oder die weiche Weide, und dann am Wochenende munter 3 Stunden über Stock und Stein ausreiten kann, oder? Man muss den Pferdehufen rund um die Uhr die Möglichkeit geben, sich über Bewegung (Durchblutung durch Hufmechanismus in Bewegung) gerade auf den Böden, über die das Pferd dann beim Ausritt schmerzfrei laufen können soll, die Hufe zu trainieren und erst mal das harte Horn und die gute, dicke Sohle auszubilden, die es dafür braucht!Die meisten Pferde werden falsch ausgeschnitten, so dass sie durch die Hufbearbeitung barhuf nicht laufen können!  

Leider ist in vielen Ställen so eine Umstellung kaum möglich, denn man benötigt neben der guten Bearbeitungsmethode auf jeden Fall verschiedene und auch harte Böden! Oft hemmt die Angst vor zu viel Abrieb. Doch die Hufe passen sich bei angepaßter Bearbeitungsmethode dem Abrieb an. Und genau die verschiedenen Abriebzonen sind das, was eine gute Barhufumstellung so erfolgsversprechend macht. Das Pferd soll alle möglichen Bodenbereiche zur freien Verfügung haben.  Da sind sich alle Barhufbearbeiter einig! Aber natürlich auch weiche Bereiche mit nahezu keinem Abriebverhalten. Ebenso wie trockene und auch feuchte Zonen, und das Pferd muss sich möglichst viel bewegen! Dann erst kann es gesundes, hartes Horn bilden, um einen leistungsfähigen Barhuf zu bekommen. Diese Haltung möchten wir unseren Pferden schaffen! Denn bei gesundem Hornwachstum wird auch das Horn dichter und härter, passt sich den Bodenverhältnissen an.

Wir bieten alle Böden und auch so geschickt angelegt, dass der Huf selbstständig trainiert wird. Und wir haben den Paddock so unterteilt, dass die einzelnen Funktionsbereiche (Ruhen draußen oder Ruhen drinnen, Heuraufen, Schubberbürsten, Wasserstellen usw.) voneinander getrennt sind. Die Pferde bewegen sich dadurch etwas mehr, und wenn man sich mal den ganzen Tag am Paddock aufhält, sieht man auch, dass die Pferde die einzelnen Bereiche ständig im Wechsel nutzen. Es gibt Ruhezeiten, da liegen sie im Sand im Baumstammrondell, es gibt Ruhezeiten, da liegen und stehen sie im Stall auf den Liegematten, es gibt Freßzeiten, es gibt Spiel- und Tobezeiten (und dafür ist der Rundweg um das Sandrondell super geeignet, manchmal gibt es auch Freispringen über die Baumstämme), zum Wasser wird maschiert...  Die Bewegung ist das A und O für gute Hufe, denn in der Bewegung findet der Hufmechanismus statt, die Hufpumpe, die das Blut in die Hufe und auch die Beine hinauf pumpt, kann nur in Bewegung stattfinden. Und wir halten die Pferde zu mehr bewegung an, als sie in einem langweilig gestalteten, rechteckigen Paddock hätten

Ich selbst bin Barhufpflegerin und Huftherapeutin, zertifizierter Hufschuhe-COACH, daher liegt mir die Hufgesundheit und die dahin abgestimmte Haltung besonders am Herzen.

Wenn Sie sich in die Thematik hineinlesen möchten, verweise ich hiermit auf sehr lehrreiche und informative Homepages, die ich unter Links verlinkt habe. Oder Sie konaktieren mich persönlich. kontakt@healthy-hoof-care.com 

Fazit: Bei uns ist barhuf Pflicht! Und eben auch wirklich machbar! :-) Nicht nur auf dem Platz, nein, wir gehen stundenlang barhuf ins Gelände! Und in den Übergangszeiten wird eben mit Hufschuhen geritten! Eine Investition in eine lange Zukunft mit einem hufgesunden Pferd!